Exklusiver ACS Drive an der Lenzerheide Motor Classics

Gänsehaut

Racingfeeling der besonderen Art war angesagt an der Lenzerheide Motor Classic (LMC) 2022 im bündnerischen Monaco der Alpen vom 10. bis 12. Juni. Ein grossartiges Fest für alle Liebhaber von historischem Motorsport!

Über 200 sportive Oldtimer und 40 klassische Motorräder gaben sich ein Stelldichein an der diesjährigen Lenzerheide Motor Classics, die mit einem einmaligen 2,5 Kilometer langen Rundkurs entlang dem Heidsee und über den Dieschen aufwartete. Erstmals dabei auch eine ACS Truppe mit 20 sportiven Klassikern, die den ACS Drive, das einzigartige Ambiente der Veranstaltung so wie die Bündner Bergwelt bei prächtigem Wetter in vollen Zügen genossen.

Demonstrationslauf

Nach dem Corso durch Lenzerheide am Freitagabend, wo Hunderte von Zuschauern grosse Freude an den klassischen Sport- und Formelwagen sowie Motorrädern hatten, stand am Samstagnachmittag der ACS Drive als Demonstrationslauf auf dem Programm.

Noch zehn Minuten bis zum Start! Die Spannung steigt. Herzklopfen und Gänsehaut ebenso. Helme und Gurten werden festgezurrt, die Motoren angelassen. Punkt 13 Uhr eröffnen die ACS Mitglieder die Nachmittagssession der LMC, rollen Balthasar E. Trümpy, Porsche 356 Helm auf: Pius Schuler mit seinem Porsche 964 RS N/GT vor dem Start. Alex Moser, Porsche Carrera 3.2 aus dem Fahrerlager und folgen dem Pace Car zum Start. Der Starter gibt die Strecke frei. Vollgas pur – erster, zweiter Gang bis 6500 U/min, zack in den dritten und wieder voll. Der 3,6-Liter-Boxermotor trompetet im Heck, dass es eine Freude ist. Von dreckig bassig bis sägig schrill – eine Melodie mit Suchtgefahr. Die leicht geschwungenen Kurven werden zu Geraden. Wie schnell wir unterwegs sind, weiss keiner so genau, aber sauschnell für auf einer Voia Principala. Jetzt kurzes Anbremsen bei der Rechtskurve auf Höhe Forellenstube, wieder Vollgas, um kurz darauf abzubremsen und präzise einzulenken in die scharfe Rechtskurve bei der Rothornbahn, welche in die Dieschen Sot führt. Zweiter, dritter Gang – voll Schub den Berg hinauf bis zur Kuppe. Es folgt der Neutralisationsbereich bis zum Start. Nur dort dürfen die Positionen im Feld getauscht werden. Auf der Rennstrecke selbst herrscht absolutes Überholverbot, denn Sicherheit wird ganz gross geschrieben am hervorragend organisierten Anlass in der Heide.

Zwei Racer ganz vorne

Angeführt wird das ACS Feld von zwei Racern, die bei den Rennen der Colmore YTCC Serie für Furore sorgen und mit tollem Achtzylindersound begeistern. Es sind dies der schnelle, 480 PS starke TVR Tuscan Racer von Samuel Benz, gefolgt von René Wagner im MG B, der – man glaubt es kaum – von einem brachialen Corvette LS3 Motor mit über 550 PS befeuert wird. Dagegen sind die deutschen Sportwagen wie der formschöne BMW Z8 Roadster und die Porsche-Fraktion mit einigen 911ern und einem 356 schon fast Leisetreter, dafür alle strassenzugelassen und (fast) alltagstauglich.

Das ACS Feld bot aber noch mehr. So die amerikanische Sportwagen-Ikone Corvette C1, der imposante Hudson Hornet sowie die italienischen Gran Tourismo Alfa Romeo Montreal und Ferrari Maranello. Spannend war ebenso der coole Volvo 122 SR im Werks-Rallye-Trim, der schmucke MG Midget II, sowie die aufgepumpten VW Klassiker Golf und Corrado. Weiter sorgten zwei rote Flunder für viel Beachtung: der Honda NSX mit feiner Sportwagen-Technik sowie der exotische Nova GT auf VW Käfer Basis, bei dem für den Einund Ausstieg jeweils der ganze Aufbau ab der Gürtellinie angehoben wird!

Herzklopfen und Gänsehaut waren also angesagt beim Start zum ACS Drive an der LMC. Ein grossartiges Erlebnis, den Klassiker so bewegen zu dürfen. Und am Ziel nach 25 Minuten Powerfahrt strahlten die Piloten um die Wette; dazu der Originalton eines Fahrers: «Mega cool!» Dem ist nichts mehr anzufügen und wir kommen 2023 wieder, bestimmt!

Text: Christoph Bleile
Bilder: dream-cars, Fredi Vollenweider, Ruth Wyss

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