Verkehrsvorlagen der Herbstsession 2026
Nationalrat
25.483 Pa. Iv. Glarner: Schluss mit dem "Tempo Waldsterben"
- Wiedereinführung von 130
Der ACS lehnt diese parlamentarische Initiative mit folgender
Begründung ab:
- Der ACS setzt sich für die Beibehaltung von generell
Tempo 120 km/h auf Autobahnen ein, d. h. gegen
die Tendenz und die jüngsten Bestrebungen, die
Geschwindigkeit permanent auf unter 120 km/h zu
reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen und aufgrund
der vielen Engpässe bzw. der Ausgestaltung
unseres Nationalstrassennetzes ist eine Erhöhung
der Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf 130
km/h nicht zielführend.
24.3964 n Po. Tuosto. Beschleunigung der Verkehrsverlagerung
in den grenzüberschreitenden Regionen und
Agglomerationen
Der ACS lehnt dieses Postulat mit folgender Begründung
ab:
- Der Nationalstrassen- und Agglomerationsfonds
(NAV) dient dazu sicherzustellen, dass die wachsende
Mobilität auf den Autobahnen und in den
Städten bewältigt und langfristig finanziert werden
kann. Der Schaffung des Fonds mit diesem Zweck
hat das Schweizer Stimmvolk am 12. Februar 2017
mit 61,9 % zugestimmt. Deshalb lehnt der ACS jegliche
Zweckentfremdung der Gelder aus dem NAV
grundsätzlich ab.
- Für finanzielle Beiträge, welche die Bahninfrastruktur
betreffen, gibt es den Bahninfrastrukturfonds
(BIF).
- Die Finanzierung von grenzüberschreitenden Infrastrukturausbauten
ist vom Bund so geregelt, dass
jeder Partner die Kosten übernimmt, die in seinem
Land anfallen.
24.3965 n Mo. Tuosto. - Nationale Strassen und Eisenbahnen
an die klimatischen und meteorologischen Unwägbarkeiten
anpassen
Der ACS lehnt diese Motion mit folgender Begründung
ab:
- Dies würde zu unnötigen Verzögerungen bei der
Planung und Realisierung von Verkehrsinfrastrukturprojekten
führen.
- Zudem werden die Auswirkungen des Klimawandels
bereits berücksichtigt. Diese Motion ist deshalb obsolet.
24.4293 n Po. Tuosto. - Bekämpfung der Verkehrsüberlastung.
Die für den (abgelehnten) Autobahnausbau
vorgesehen Milliarden für Projekte des Agglomerationsverkehrs
verwenden
Der ACS lehnt dieses Postulat mit folgender Begründung
ab:
- Bereits heute werden Agglomerationsprojekte über
den NAF finanziert (was schon der Name des Fonds
besagt). Dabei handelt es sich vor allem um Projekte,
die den ÖV, den Velo- und den Fussverkehr
betreffen.
- Da die dafür vorgesehenen Mittel sind jedoch bisher
nicht ausgeschöpft worden sind, macht es keinen
Sinn, weitere Mittel dafür zur Verfügung zu stellen.
Und ein entsprechender Bericht ist deshalb
auch nicht sinnvoll.
24.4294 n Mo. Klopfenstein. - Das Velowegnetz mit Geldern
aus dem NAF ausbauen
Der ACS lehnt diese Motion mit folgender Begründung
ab:
- Der Ausbau des Velowegnetzes und dessen Finanzierung
obliegt den Kantonen und Gemeinden und
nicht dem Bund. Zudem lehnen wir eine Zweckentfremdung
der Gelder im NAV kategorisch ab.
Ständerat
24.3406 n Mo. Quadri. Auch in der Schweiz sollen
personalisierbare Autokennzeichen ("vanity plates")
zugelassen werden.
Der ACS lehnt diese Motion mit folgender Begründung
ab:
- Eine Neugestaltung der Kontrollschilder ist unumgänglich,
aber nicht dringend. Das ASTRA prüft derzeit
die Neugestaltung der Kontrollschilder und
prüft dabei verschiedene Optionen, auch die in der
Motion verlangte Schaffung von Wunschschildern.
Deshalb ist die Forderung in der Motion aus unserer
Sicht überholt.