Fahrbericht New Cupra Born

Geschärfter Auftritt

Die spanische VW-Tochter wertet ihren kompakten Stromer weiter auf. Neben einer neuen Optik erhält der Cupra Born mehr Reichweite, Matrix-LED-Licht, ein grösseres Fahrerdisplay und mehr haptische Tasten.

Der New Cupra Born rollt auf 19 oder 20 Zoll grossen Leichtmetallfelgen.
Der New Cupra Born rollt auf 19 oder 20 Zoll grossen Leichtmetallfelgen.

Das Erscheinungsbild des New Cupra Born wurde seinen Elektro-Markenbrüdern Tavascan und Raval angepasst. Vorne hat der 4,34 Meter lange Stromer, der im VW-Werk in Zwickau-Mosel (Sachsen) produziert wird, die gleiche Lichtsignatur mit Dreiecken erhalten. Die kupferfarbenen Designelementen akzentuieren das Gesicht mit seiner markanten Sharknose (Haifischnase) zusätzlich.

Im Interieur, bei dem neue Recycling-Materialien für diverse Oberflächen zum Einsatz kommen, fällt zuerst das von 5,3 Zoll auf 10,25 Zoll vergrösserte Fahrerdisplay auf. Bereits bekannt aus dem Vorgänger ist der 12,9-Zoll-Touchscreen über der Mittelkonsole. Im Rahmen sind jetzt aber beleuchtete Schieberegler verbaut. Das Betriebssystem basiert neu auf Android Automotive und die Navigation auf Google Maps. Gegen Aufpreis erhältlich ist ein Augmented-Reality-Head-up-Display. Cupra hat zudem auf die Kritik reagiert und die Touchelemente am Lenkrad durch bedienerfreundlichere Tasten ersetzt. Fahrer und Beifahrer dürfen sich zudem über serienmässig verbaute Sportschalensitze freuen.

Am Heck wurden die Stossfänger neu gestaltet, und das Cupra-Logo ist jetzt illuminiert. Der Kofferraum schluckt bis zu 385 Liter.
Am Heck wurden die Stossfänger neu gestaltet, und das Cupra-Logo ist jetzt illuminiert. Der Kofferraum schluckt bis zu 385 Liter.

Antriebe neu sortiert

Veränderungen gibt es auch bei den Antrieben, die ihre Kraft allesamt auf die Hinterräder übertragen. Anstelle der 150-kW-Version dient neu der Born Plus mit der 58-kWh-Batterie, 140 kW (190 PS) und 350 Nm als Basismodell. Der rund 1,8 Tonnen schwere Stromer beschleunigt in 8,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und wird bis zu 160 km/h schnell. Er soll eine Reichweite von bis zu 484 km schaffen. Eher bescheiden ist mit 105 kW allerdings seine maximale Ladeleistung. Die mittlere Version heisst Born Endurance (170 kW/231 PS, 350 Nm, 0–100 km/h in 7,0 sec). Sie verfügt über den grösseren 79-kWh-Akku und somit auch über eine deutlich grössere Reichweite von bis zu 627 km.

Das Topmodell trägt das Kürzel VZ am Heck. 240 kW/326 PS , 545 Nm, 5,6 sec von 0 auf 100 km/h und 200 km/h Höchstgeschwindigkeit sind eine Ansage. Bei der Reichweite (bis zu 630 km) und der maximalen DC-Ladeleistung (183 kW) liegt er auf Augenhöhe mit der Endurance-Version.

Mittels der fünf Fahrmodi (Range, Comfort, Performance, Individual und Cupra) können die Gaspedalkennlinie, die Lenkung und das Fahrwerk den Bedürfnissen angepasst werden. Definitiv ein Gewinn ist das neu verbaute One-Padel-Drive-System, das in der Stadt ein Fahren ohne Bremsen ermöglicht. Der New Born verfügt neu auch über eine Vehicle-to-Load-(V2L)-Funktion, mit der externe Geräte wie E-Bikes oder Laptops mit Strom versorgt werden können. Eingeführt wird der mobile Fahrzeugschlüssel (für bis zu vier Anwender), womit das Auto auch mit dem Smartphone entriegelt oder gestartet werden kann.

Attraktive Prime-Edition

Das Einstiegsmodell des aufgefrischten Cupra Born gibt es ab CHF 41'150.–, die Endurance-Version ab CHF 46'150.– und das VZ-Topmodell ab CHF 52'650.–. Daneben ist zur Einführung eine Prime-Edition erhältlich, die einen Preisvorteil von bis zu CHF 7'400.– bietet, inklusive fünf Jahre ­Garantie und einem Gratisservice (fünf Jahre oder 100'000 Kilometer, je nachdem was zuerst erreicht wird), der auch die Flüssigkeiten umfasst. Die Prime-Edition kostet nur CHF 1'200.– (Basis, Endurance) bzw. CHF 300.– (VZ) mehr.

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

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