Fahrbericht Volkswagen ID Cross

Neuer Hoffnungsträger

Im 4. Quartal 2026 soll der ID Cross als neuer Hoffnungsträger bei den Händlern stehen. Als Wiedergeburt der ­jahrzehntelangen Tugenden – ein echter Volkswagen eben.

Mit einer Länge von 4,15 Metern und viel Innenraum ist der ID Cross ein talentiertes Stadtauto.
Mit einer Länge von 4,15 Metern und viel Innenraum ist der ID Cross ein talentiertes Stadtauto.

Üblicherweise konzentrieren sich die Augen der Touristen im Amsterdamer Stadtviertel Stadionbuurt auf das altehrwürdige Olympiastadion, das im Mai 1928 eröffnet wurde und für heutige Verhältnisse bescheidene 22'288 Sitzplätze bietet. Doch Anfang März interessierten sich viele Schaulustige eher für ein Vehikel auf vier Rädern in der Nachbarschaft. Unter einer grün-weiss-gelb gezackten Tarnfolie stand dort der VW ID Cross für eine erste Testfahrt bereit.

Einen ersten Einblick in die neue ID-Welt von Volkswagen erhielt auch das ACS AUTO. Auf der Elektro-Konzernplattform MEB+ basierend war unser über die Vorderräder angetriebene ID Cross mit dem leistungsstärksten Antrieb mit 155 kW (211 PS) und einer 52 kWh grossen Nickel-Mangan-Cobalt-(NMC)-Batterie ausgestattet, mit der bis zu 436 Kilometer Reichweite möglich sein sollen. Aufgeladen werden kann der grosse Akku mit maximal 105 kW. Daneben wird es auch noch Versionen mit einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie und 85 kW (116 PS/312 km) bzw. 99 kW (135 PS) geben.

One-Padel-Driving

Die Testfahrtpremiere führte uns über Autobahnen, Überlandstrassen und in urbane Gebiete ans Meer vorbei an der Formel-1-Strecke in Zandvoort. Dabei begnügte sich der ID Cross mit 13,4 kWh pro 100 Kilometer. Auch wenn der 4,15 Meter kurze und 1,58 Meter hohe Vollzeitstromer zügig kann, überzeugt er primär in Normalbetrieb. Besonders gefallen hat uns die neueste Stufe des adaptiven Tempomaten (Travel Assist), die neu auch Ampeln erkennt und bei Rot autonom bis zum Stillstand abbremst. Um loszufahren und wieder die gespeicherte Geschwindigkeit zu erreichen, genügt ein kurzes Antippen des Gaspedals. Anders als die bisherigen ID-Modelle erlaubt der ID Cross auch One-Pedal-Driving. Richtig gut geglückt ist den Ingenieuren das komfortable Fahrwerk.

Das Interieur war zwar ebenfalls getarnt, doch zumindest waren die Bildschirme mit den Fahrinformationen (10,25 Zoll) und das Infotainmentsystem (12,9 Zoll) gut sichtbar. Das digitale Cockpit lässt sich übrigens so konfigurieren, dass es aussieht wie die analogen Anzeigen im VW Golf der Achtzigerjahre. Auch in die Haptik scheint VW massiv investiert zu haben.

Zu den Preisen machen die Wolfsburger noch keine offiziellen Angaben. Nur so viel war zu erfahren: Die Basisversion soll unter CHF 28'000.– bleiben.

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

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