Licht am Tag

Auto neueren Standards sind mit Tagfahrlicht ausgestattet – ein Sicherheitsgewinn, der die Sichtbarkeit am Tage verbessert. Doch was viele nicht wissen oder unterschätzen: Tagfahrlicht ersetzt kein vollwertiges Abblendlicht. Gerade in der Dämmerung, bei Regen, Nebel oder Schneefall entsteht dadurch eine gefährliche Lücke in der Wahrnehmung – insbesondere von hinten.

Im Vergleich: Sichtbarkeit mit eingeschaltetem Abblendlicht und mit Tagfahrlicht. (Bild KI generiert)
Im Vergleich: Sichtbarkeit mit eingeschaltetem Abblendlicht und mit Tagfahrlicht. (Bild KI generiert)

Bei schlechtem Wetter reicht Tagfahrlicht nicht

Das Problem liegt in der Konstruktion. Tagfahrlicht ist in der Regel nur vorne aktiv. Die Heckbeleuchtung bleibt ausgeschaltet. Für nachfolgende Verkehrsteilnehmer bedeutet das: Sie sehen zwar ein Fahrzeug vor sich, erkennen aber oft zu spät, wie weit es entfernt ist oder wie schnell es sich bewegt. Bei schlechter Sicht kann ein Auto so nahezu „unsichtbar“ werden – ein erhebliches Risiko auf Landstrassen und Autobahnen. Hinzu kommt ein trügerisches Sicherheitsgefühl. Weil das Fahrzeug „beleuchtet“ wirkt, gehen viele Fahrerinnen und Fahrer davon aus, ausreichend sichtbar für andere zu sein. Doch genau das ist ein Irrtum. Sensoren für automatische Lichtsysteme reagieren nicht immer zuverlässig auf alle Witterungsbedingungen, etwa bei dichtem Nebel am Tag oder plötzlich einsetzendem Starkregen.

Deshalb gilt: Verlassen Sie sich nicht allein auf die Technik. Wer bei schlechten Sichtverhältnissen unterwegs ist, sollte aktiv handeln. Schalten Sie bewusst das Abblendlicht ein – auch am Tag. Nur so ist sichergestellt, dass Ihr Fahrzeug rundum sichtbar ist.

Sichtbarkeit ist kein Komfortmerkmal, sondern eine Frage der Sicherheit. Ein einfacher Handgriff kann entscheidend sein – für Sie selbst und für alle anderen auf der Strasse.

Text: Anita Brechtbühl
Bilder: KI

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