Generalversammlung

109. Generalversammlung der ACS Sektion Thurgau vom 20. August 2021in Ermatingen

Für Motorsport und Fahrsicherheit

Der ACS Thurgau investiert im autobau in Romanshorn in ein modernes Simulator-Zentrum für Motorsport und Fahrsicherheitstraining. Die Betriebsaufnahme ist für Oktober geplant.

Fahrsimulator-Zentren gibt es in der Schweiz schon einige. Nun kommt in der Ostschweiz im Verbund mit fünf weiteren Zentren ein neues dazu. Die Beteiligung der ACS Sektion Thurgau an diesem Projekt wurde an der Generalversammlung auf dem Wolfsberg in Ermatingen vom 20. August offiziell verkündet. «Die Idee, den CO2-Ausstoss zu senken und gleichzeitig den Spass an der Mobilität zu fördern, hat uns begeistert», erklärte Sektionspräsident Felix Müller. Nach dem Verkauf der Beteiligung am Verkehrssicherheitszentrum (VSZ) Thurgau in Weinfelden habe der zweitgrösste Thurgauer Mobilitätsclub den Erlös für etwas Positives einsetzen wollen.

Sim-Racing im Trend
Insgesamt CHF 60'000.— hat der ACS Thurgau in die Betreiberfirma, die «autovirtuell ag» investiert, die am 15. Juli 2021 aus der Taufe gehoben wurde. An der GV vom Freitag konnte bereits der erste von sieben topmodernen Fahrsimulatoren in den ACS-Farben Gelb und Schwarz enthüllt werden. Als erster Testfahrer nahm Fredy Lienhard, Gründer der autobau Erlebniswelt in Romanshorn, früherer Rennfahrer und Ehrenmitglied des ACS Thurgau, im Schalensitz Platz und absolvierte gekonnt eine virtuelle Runde auf dem International Raceway in Sebring (USA).

Fredy Lienhard (links) und Christian Mettler testen an der ACS GV den ersten Fahrsimulator der «autovirtuell ag».
Fredy Lienhard (links) und Christian Mettler testen an der ACS GV den ersten Fahrsimulator der «autovirtuell ag».

Neben Lienhard gehört auch Christian Mettler, langjähriger Präsident der Sportkommission des ACS Thurgau und ebenfalls Ehrenmitglied, zu den drei Investoren. Mettler wird zudem die Geschäftsführung der «autovirtuell ag» übernehmen, die im Oktober in der autobau Erlebniswelt in Romanshorn ihren Betrieb aufnehmen will. Das Interesse am virtuellen Motorsport, auch Sim-Racing genannt, wachse explosionsartig. Diesem Trend wolle man nun auch in der Ostschweiz Rechnung tragen. «Die angebotenen Fahrsicherheitstrainings werden jung und alt begeistern», zeigte sich Mettler sehr zuversichtlich. Die administrativen und organisatorischen Belange werden dabei von der ACS Thurgau Geschäftsstelle in Kreuzlingen betreut.

Regierungsrätliches Lob
Der Besuch der GV des ACS Thurgau gehöre für die Thurgauer Regierung zur Tradition, erklärte Regierungsrätin Cornelia Komposch in ihrem Grusswort. Sie freue sich über den persönlichen Austausch und lobte das Engagement des Mobilitätsclubs. Besonders bedankte sich die Justiz- und Polizeidirektorin für die konstruktiven Gespräche, die im Zeichen der Verkehrssicherheit beim alljährlichen Runden Tisch geführt werden können.

Alessandro Tani, seit 1. Juni 2021 der neue Geschäftsführer des Strassenverkehrsamtes Thurgau, schilderte in seinem Gastreferat die Herausforderungen seiner Organisation. Bei jährlich über 66'000 Fahrzeugprüfungen oder insgesamt fast 400'000 Kundenkontakten gelte es, nicht nur die Quantität zu beherrschen, sondern auch die Qualität sicherzustellen. Neue digitale Instrumente sollen mithelfen, die vielfältigen Aufgaben und Prozesse, auch in Zeiten der autonomen Mobilität zu gewährleisten.

Tanis Vorgänger, Ernst Anderwert, zeigte anschliessend auf, wie die Vereinigung der Schweizerischen Strassenverkehrsämter (ASA) im föderalen Umfeld zahlreiche Dienste für die Kantone leistet, von der Ausbildung von Verkehrsexperten über die Erstellung von Broschüren bis zur Organisation von Fahrzeug- und Führerprüfungen und zur Vereinheitlichung von Technik und Qualitätssicherung. Die ASA erfülle auch zentrale Aufgaben und produziere zum Beispiel seit 2020 alle Führerausweise.

Ohne Zuschauer
Besondere Erwähnung fanden auf dem Wolfsberg auch die coronabedingt für einmal erst Mitte Juli statt Ende April durchgeführten ACS Auto-Renntage Frauenfeld. Dank umfangreichen Vorsichtsmassnahmen von Seiten des Veranstalters und der vorbildlichen Disziplin der Teilnehmer konnte die 21. Auflage mit einem Jahr Verspätung reibungslos durchgeführt werden, wenn auch ohne Zuschauer. Der ACS Thurgau ist stolz darauf, dass er den ersten offiziellen Schweizer Meisterschaftslauf seit mehr als einem Jahr souverän über den Asphalt der Grossen Allmend brachte und hierfür von allen Seiten viel Anerkennung erhielt.

Erni neues Ehrenmitglied
Die Ehrung langjähriger Mitglieder gehört zum festen Programm jeder GV. Elf Clubangehörige durfte der Vorstand für die 40jährige, fünf Mitglieder für die 50jährige Treue auszeichnen. Ein besonderes Jubiläum feierte der frühere Sektionspräsident Hans-Peter Neuweiler. Er wurde für die bereits 60 Jahre dauernde Clubmitgliedschaft gewürdigt. Sogar bereits 62 Jahre dabei ist der ebenfalls anwesende Otto Model aus Weinfelden. Zum neuen Ehrenmitglied ernannte der ACS Thurgau den Gartenbau-Unternehmer und früheren Präsidenten Christian Erni. Damit ist er das bislang sechste Ehrenmitglied des ACS Thurgau.

Unsere Ehrenmitglieder (von links): Christian Erni (neu), Fredy Lienhard, Hans-Peter Neuweiler, Eugen Strähl, Jürg Hofer und Christian Mettler.
Unsere Ehrenmitglieder (von links): Christian Erni (neu), Fredy Lienhard, Hans-Peter Neuweiler, Eugen Strähl, Jürg Hofer und Christian Mettler.
Zahlreiche Clubmitglieder wurden für Ihr 40-, 50- oder gar 60-jähriges Clubjubiläum geehrt.
Zahlreiche Clubmitglieder wurden für Ihr 40-, 50- oder gar 60-jähriges Clubjubiläum geehrt.
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