Urs Leimann, Küsnacht Chevrolet Impala Convertible, 1960, 200 PS, 8 Zylinder, 4'600 ccm
Urs Leimann, Küsnacht
Chevrolet Impala Convertible, 1960, 200 PS, 8 Zylinder, 4'600 ccm

«Mein Faible für Amerikanische Autos»

Mein Faible für amerikanische Autos begann schon vor vielen Jahren mit dem Kauf eines Plymouth Barracuda Cabriolet im zarten Alter von 23 Jahren. Während meine Kollegen alle irgendwelchen Sportwagen nachschauten, konnte ich mich viel mehr fürs relaxte Cruisen in einem grossen Amerikaner begeistern. 

Diese Zuneigung zum entspannten Dahingleiten, sanft und leise von einem grossen V8-Motor vorwärts bewegt, ist auch heute noch unverändert, und so brauchte es wenig Überzeugung, als ich vor vier Jahren mein Impala Cabriolet bei einem Händler in der Nähe von Zürich entdeckte.
Das Auto war in einem sehr guten Zustand und besass bereits den mir wichtigen Veteranenstatus. Der Chevy muss schon seit vielen Jahren in der Schweiz sein, die genauere Geschichte versuche ich aber immer noch herauszufinden. Die Karosserie, irgendwann in der Originalfarbe neu lackiert, präsentiert sich bis heute in sehr gutem Zustand, nur der Zustand des Interieurs überzeugte mich nicht restlos und ich beschloss, es mit einem in Amerika gekauften «Kit» zu erneuern.
Zu diesem Set gehörten Sitzbezüge im originalen Farbton und Material, wie auch ein Satz Teppiche. 

An der Retro-Classic in Stuttgart Ende Februar 2020 machte ich sogar noch einen sensationellen Fund: eine originale Gebrauchsanweisung plus Prospekt für meinen Chevrolet, alles original 1960. Glück muss man haben! 

Dank Servolenkung und anderen Helferlein ist mein Impala eigentlich ganz handlich zu fahren, nur die Grösse muss man natürlich im Augen behalten und auch die Tatsache, dass der grosse Wagen mit vier Trommeln nicht so bremst wie ein neues Auto. 
Die Dreigang-Automatik passt wunderbar zum entspannten Cruisen und das Drehmoment des V8 vermittelt das Gefühl, stets ausreichend motorisiert zu sein. 

Mein Chevrolet hat auch schon das eine oder andere Show-Highlight erlebt, so zum Beispiel den Gewinn des Publikumspreises am Zurich Classic Car Award im 2019.
Die längste Reise führte uns bis anhin nach Ascona, wo wir ebenfalls erfolgreich an einem Concours teilnahmen.

Probleme mit dem Auto gab es bis jetzt keine, abgesehen von einem zugesetzten Kühler, der ist aber mittlerweile auch revidiert worden. Klassische Amerikaner aus den Fünfzigern und Sechzigern scheinen in der Schweiz nach wie vor einen Nerv zu treffen und ich erlebe viel Schönes mit meinem Impala. 

Die meisten unserer Ausfahrten dauern so ein bis zwei Stunden und Begegnungen mit Gleichgesinnten sind immer sympathisch; man grüsst freundlich von Oldie zu Oldie.
Die neue Saison steht vor der Tür und ich freue mich jetzt schon auf den ersten längeren Cruise.

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