Zürcher Obergericht entlastet ACS VertreterInnen

04.02.2022

Zürcher Obergericht entlastet vollumfänglich die ACS Kaderleute und stellt das Verfahren ein

Wegen seines autoritären Führungsstils und ungereimten Spesenbezügen kam es an der Spitze des Automobil Club der Schweiz 2016 um den damaligen Präsidenten zu unschönen Rangeleien. Die Sektionspräsidentin des ACS Zürich, Ruth Enzler, hatte damals zusammen mit dem Geschäftsführer Lorenz Knecht und Martin Buchli, ehemaliger Präsident der Sektion Graubünden, gegen den damaligen Zentralpräsidenten Mathias Ammann Strafanzeige wegen Urkundenfälschung und ungetreuer Geschäftsführung eingereicht. Die Berner Untersuchungsbehörden stellten das Strafverfahren gegen Ammann ein. Im Gegenzug reichte dieser seinerseits eine Strafanzeige wegen falscher Anschuldigung, Verleumdung und übler Nachrede ein. Das Zürcher Bezirksgericht folgte den Anträgen der Staatsanwaltschaft Zürich und verurteilte die drei Beschuldigten. Gegen diese Verurteilung erhoben die drei Verurteilten Berufung.

Das Zürcher Obergericht hat den Fall jetzt neu beurteilt und das Urteil der Vorinstanz in allen wesentlichen Punkten zerpflückt. Das Gericht ist zum Schluss gekommen, dass keine der damals eingeklagten strafbaren Handlungen, wie falsche Anschuldigung, Verleumdung und üble Nachrede erfüllt sind. Ausserdem wurde die Staatsanwaltschaft wegen grober Verfahrensmängel (Verletzung des Prinzips der Unteilbarkeit des Strafantrages) gerügt. Das Verfahren gegen die Beschuldigten Ruth Enzler, Lorenz Knecht und Martin Buchli hat das Zürcher Obergericht vollumfänglich eingestellt.

«Mit grosser Befriedigung nehme ich zur Kenntnis, dass diese Sache vollumfänglich zu unseren Gunsten ausgegangen ist und auch in der Urteilsbegründung mit deutlichen Worten klargestellt wird, dass keiner von uns einen Fehler gemacht hat,“ nimmt Ruth Enzler, Präsidentin der ACS Sektion Zürich zum Urteil Stellung.

Im September 2016 wurde der Schaffhauser SVP-Nationalrat Thomas Hurter an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung zum neuen Zentralpräsidenten des Automobil Club der Schweiz gewählt und hat den umstrittenen Vorgänger abgelöst. Seither ist Ruhe beim Interessensvertreter des motorisierten Individualverkehres eingekehrt.

Für weitere Auskünfte:

Lorenz Knecht, ACS Sektion Zürich des Automobil Club der Schweiz, Geschäftsführer, T 044 387 75 00, Mobil 079 695 88 55.

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