Blick in die Zukunft: Škoda Vision 0

Tschechen bleiben ihrer Kombi-Tradition treu

In diesem Herbst stellte die tschechische VW-Tochter Škoda das Concept Car Vision O vor. Es basiert auf einer elektrischen Plattform und dient als Basis für einen zukünftigen Kombi, der mit einer Länge von 4,80 Meter zwischen dem aktuellen Superb und dem Bestseller Octavia platziert ist. Das Serienmodell des Vision 0 dürfte frühestens in vier bis fünf Jahren auf den Markt kommen. Zuvor erfährt der aktuelle Octavia, der auf der MQB-Plattform des VW-Konzerns steht, nochmals ein letztes Facelift.

Einen ersten Blick auf das Konzeptfahrzeug Vision O durften die Fachmedien anlässlich der IAA Mobility in München Anfang September werfen. Ein exklusiver Kreis – darunter auch der ACS - hatte im Dezember in Valencia die Gelegenheit, das Concept Car etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei konnten auf einem abgesperrten Gelände mit dem Einzelstück auch zwei Testrunden à jeweils 200 Meter absolvieren werden. Aussagekräftig war dieses erste Rendez-vous natürlich nicht.

Unter der schrägen Heckscheibe bietet das Concept Car einen 650 Liter grossen Kofferraum, dessen Volumen bei nach vorne geklappten Rücksitzlehnen auf 1'700 Liter erweitert werden kann.
Unter der schrägen Heckscheibe bietet das Concept Car einen 650 Liter grossen Kofferraum, dessen Volumen bei nach vorne geklappten Rücksitzlehnen auf 1'700 Liter erweitert werden kann.

So oder so ähnlich

Der Buchstabe «O» deutet es an: Der Octavia der Zukunft wird so oder so ähnlich aussehen. Zu den technischen Spezifikationen wie der Batteriegrösse, Reichweite und Leistung machten die Tschechen allerdings noch keine Angaben. Diese Entscheide sind in dieser frühen Phase der Entwicklung noch nicht gefallen. Zumindest liess Škoda aber durchblicken, dass neben dem rein elektrischen Antrieb (BEV) auch noch weitere Motorisierungen wie etwa ein serieller Plug-in-Hybrid (Range Extender) ein Thema sein können. Angesichts der an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass über 2035 hinaus Neuwagen mit sauberen Verbrennermotoren in Europa verkauft werden dürfen, eine sinnvolle Strategie.

Alle Bezüge sind komplett aus Recycling-Material hergestellt, die Kopfstützen kommen aus dem 3D-Drucker.
Alle Bezüge sind komplett aus Recycling-Material hergestellt, die Kopfstützen kommen aus dem 3D-Drucker.

Minimalistische Robustheit

Im Vordergrund stand beim Vision O die nächste Evolutionsstufe der Designsprache «Modern Solid», mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Materialien, clevere KI-Lösungen, fortschrittliche Aerodynamik und autonome Fahrfunktionen. So will Škoda seine Kombi-Tradition ins Elektrozeitalter überführen. Die Konzeptstudie kombiniert ein minimalistisches, aber robustes Design mit einem intuitiven, geräumigen Innenraum.

Im Jahr 2026 bringt Škoda den kleinen Vollzeitstromer Epiq auf die Strasse, der sich die Plattform mit seinen Konzernbrüdern Cupra Raval und VW ID.Polo teilt. Zeitnah folgt bei der tschechischen VW-Tochter der neue Siebensitzer-SUV, mit dem der Vision 7S in die Serienproduktion überführt wird. Danach dürfte die optische Weiterentwicklung schrittweise Einzug halten, wie wir sie bei der Škoda Vision O mit klaren Flächen und reduzierten Lichtkörpern sehen. Es ist gut möglich, dass vor dem Octavia-Nachfolger auch noch ein neuer Enyaq mit der «Modern Solid»-Designsprache vorgestellt wird. Dafür spricht, dass die Schwestermarke Cupra mit dem Tindaya an der IAA Mobilität 2025 bereits ein spektakuläres SUV-Konzept gezeigt hat.

Text Markus Rutishauser / Bilder Werk

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