ACS beider Basel stört sich am Vorgehen bezüglich Bus-/Velospur in der Basler Birsstrasse

12.06.2026

ACS beider Basel stört sich am Vorgehen bezüglich Bus-/Velospur in der Basler Birsstrasse und ist besorgt um den zu erwartenden zusätzlichen Parkplatzabbau.

Am 10. Juni 2026 wurde im Kantonsblatt publiziert, dass in der Birsstrasse zwischen der Stadionstrasse und der Redingstrasse ein Bus-Streifen eingeführt werden soll. Dafür müssten 36 Parkplätze aufgehoben werden.

Die jetzt angekündigte Massnahme basiert auf dem Bericht zum ÖV-Programm der Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (UVEK) aus dem Jahre 2025. Die UVEK hat darin festgehalten, dass Busse in der Birsstrasse oft im Stau stehen. Im September 2025 kursierte auch die Idee eines Vorstosses, der einen durchgehenden Bus-Streifen in der Birsstrasse forderte. Der Vorstoss wurde aber nie eingereicht. Scheinbar wurde die Idee dann via «kurzem Dienstweg» von der UVEK ins Bau- und Verkehrsdepartement getragen. Für den ACS ist das Vorgehen störend, aber widerspiegelt die Haltung der involvierten Stellen.

Dass es zu langen Rückstaus in der Birsstrasse kommt, ist nicht neu und hängt nicht mit der Baustelle auf der Osttangente zusammen. Ursächlich ist die überlastete Autobahn. Störend für den ACS ist, dass die Kreise, die sich über den Rückstau der Busse stören, im Abstimmungskampf um den Rheintunnel keine Gelegenheit ausgelassen haben, die Verkehrsbelastung rund um die verstopfte Autobahn zu negieren. Damals wurde damit argumentiert, dass es keinen Rheintunnel brauche und dass der tägliche Stau kein Problem sei.

Es ist zwar erfreulich, dass erstmals und quasi als flankierende Massnahme zumindest ein Teil der Parkplätze kompensiert werden soll, aber die Ersatzparkplätze in der Lehenmattstrassewerden wohl nur auf Kosten einer Spurreduktion erfolgen können. Diese Spurreduktion wiederum könnte dann zu Rückstau im Perimeter vom St. Jakob führen.

Auch ist zu erwarten, dass zu einem späteren Zeitpunkt die Bus-/Velospur auf der ganzen Birsstrasse ausgeweitet werden soll; dann müssten wohl zusätzlich gegen 70 Parkplätze aufgehoben werden. Wo diese dann kompensiert werden können, steht in den Sternen.

Der ACS stellt sich nicht gegen die Beschleunigung des Öffentlichen Verkehrs, aber es ist nicht akzeptabel, wenn wegen den gleichen Kreisen, die sich vehement gegen den Rheintunnel und die Entlastung der Quartiere gewehrt haben, jetzt so viele Parkplätze abgebaut werden und wiederum einseitig die Automobilistinnen und Automobilisten die Last der Massnahmen zu Gunsten vom Öffentlichen Verkehr tragen müssen.

Der ACS ist davon überzeugt, dass die verkehrspolitischen Herausforderungen nur zusammen gelöst werden können und eine einseitig gegen Autos gerichtete Ideologie in die Sackgasse führen wird. Eine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik funktioniert nur miteinander. Damit die Quartiere vom Ausweichverkehr entlastet werden können, braucht es eine Kapazitätserweiterung auf der Autobahn. Die Lösung dazu liegt auf dem Tisch und heisst Rheintunnel.

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