20.03.2026
ACS beider Basel weist die Spurreduktion für Autos auf dem Cityring zurück und kündigt Rekurs gegen die unverhältnismässige Verkehrsanordnung an.
Der ACS hat kein Verständnis dafür, dass auf dem heute schon staubelasteten City-Ring die Kapazitäten für Autos halbiert werden. Der ACS weist diese unverhältnismässige Verkehrsanordung zurück, weil sie die Stau- und Ausweichsproblematik verschärft, die Erreichbarkeit der Stadt erschwert und somit auch die Standortattraktivität von Basel als Handels- und Messestadt gefährdet. Der ACS wird gegen die Verkehrsanordnung Rekurs einreichen.
Wie der Regierungsrat gestern angekündigt hat, möchte er die Kapazitäten für Autos auf der wichtigsten Strasse in Basel, dem City-Ring, halbieren. Der Regierungsrat weist darauf hin, dass die Strasse bereits heute durch Stau belastet sei, daher ist es unverständlich, dass diese Situation jetzt ohne Not mit einer Spurreduktion noch verschärft werden soll. Der ACS befürchtet noch mehr Stau und Ausweichverkehr in den Quartieren.
Auch ist der ACS überrascht, dass der Regierungsrat von der Idee der Entflechtung der Verkehrsträger abweicht, anstatt weiterhin mit der städtischen Verkehrslenkung dafür zu sorgen, dass der Verkehr auf den Hauptverkehrsachsen gesammelt und rasch abfliessen kann. Wenn die Kapazität für Autos auf dem City-Ring halbiert wird, dann funktioniert die Lenkung und auch die Entflechtung nicht mehr. Das fördert am Ende garantiert auch nicht die Verkehrssicherheit in der Stadt.
Der ACS fordert den Regierungsrat auf, die angekündigte Massnahme zurückzunehmen und fordert von ihm stattdessen vielmehr ein klares Bekenntnis, dass eben der Rheintunnel dringend notwendig wäre, damit das Zentrum und der City-Ring vom Verkehr entlastet werden können.
Auch fordert der ACS endlich die Präsentation eines Plans für das
Velovorzugsroutennetz. Es ist nicht akzeptabel, dass jetzt ohne Netzplan überall
Velomassnahmen auf Kosten der Autos umgesetzt werden, ohne dass dies in einem
Gesamtkonzept abgebildet wird.