19.06.2026
Seit dem 01. April 2026 ist David Kalensky neuer Generalsekretär des ACS Schweiz. Er ist in der Welt des Automobils zuhause und lebt die automobile Leidenschaft nicht zuletzt durch seine Liebe zu Oldtimern. Nach seinem Studienabschluss an der Universität St. Gallen HSG hat ihn sein beruflicher Werdegang in die Automobilbranche geführt, wo er mehrere Jahre verbracht hat. Nach rund 80 Tagen im Amt möchten wir Ihnen den neuen Leiter unserer Zentralverwaltung in Bern im Rahmen eines Interviews näher vorstellen.
David Kalensky, am 01. April 2026 haben Sie das Amt des Generalsekretärs des ACS übernommen. Was hat Sie dazu bewogen, sich für diese Position zu bewerben?
Die Passion für das Automobil begleitet mich seit meiner Kindheit. Das Auto hat in unserer Familie immer eine zentrale Rolle gespielt. Gemäss Aussage meiner Eltern, war mein erstes Wort als Kleinkind nicht etwa Mama oder Papa, sondern Auto. Mit dem ACS kam ich das erste Mal bewusst in Berührung, als ich Student war und mich meine Eltern zum ACS-Ball im Hotel Dolder in Zürich eingeladen haben. Seither ist der ACS für mich immer etwas Besonderes geblieben. Als ich die Stellenausschreibung gesehen habe, war für mich sofort klar, dass ich mich darauf bewerbe.
Wo möchten Sie die strategischen Schwerpunkte in Ihrer Tätigkeit setzen?
Ich bin überzeugt davon, dass die individuelle Mobilität nicht nur für unsere Volkswirtschaft, sondern für die Gesellschaft insgesamt von unschätzbarem Wert ist. Manchmal geht vergessen, dass die individuelle Mobilität einem zutiefst menschlichen Bedürfnis entspricht. Zudem ist das Recht auf Bewegungsfreiheit in unserer Verfassung verankert. Der ACS wird sich weiterhin konsequent dafür einsetzen, dass die individuelle Mobilität und die freie Wahl des Verkehrsmittels möglich bleiben. Zentral dabei ist unser Engagement in der Verkehrspolitik. Ein weiteres sehr wichtiges Thema, das ebenfalls Teil der DNA des ACS ist, ist die Verkehrssicherheit, wo wir ein breitgefächertes Portfolio an innovativen und zielgruppengerechten Dienstleistungen anbieten. Nicht zu unterschätzen ist die emotionale Komponente. Da ist zum einen der Motorsport, wo wir uns für Rennpilotinnen und -piloten engagieren und gemeinsam mit unseren Sektionen diverse Events veranstalten. Zum anderen hat der Bereich der klassischen Fahrzeuge eine immer grössere Bedeutung.
Sie möchten den ACS stärker im Bereich Classic Cars positionieren?
Ich verwende bewusst auch die Bezeichnung klassische Fahrzeuge, da sie sowohl Old- und Youngtimer, als auch sammlungswürdige Fahrzeuge und Motorräder ganz allgemein umfasst. Wir wollen diesen Themenbereich nicht zu eng fassen, sondern in all seinen Facetten abbilden. Schon heute bietet der ACS seinen Mitgliedern und Classic-Car-Enthusiasten ein breites Angebot an Dienstleistungen und Events an, schauen Sie sich z.B. die attraktiven, von unserem Classic Car Spezialisten, Christoph Bleile organisierten Reisen an, die sich sehr grosser Beliebtheit erfreuen. Oder die von unseren Sektionen organisierten, lokalen und regionalen Veranstaltungen rund um die klassischen Fahrzeuge, die sich ebenfalls eines grossen Zuspruchs erfreuen. Der Bereich der Classic Cars hat in den letzten Jahren sowohl bei unseren Mitgliedern als auch in der gesamten Volkswirtschaft stark an Bedeutung gewonnen. Dies wird sich künftig in den Angeboten an unsere Mitglieder wie auch in den Aktivitäten noch stärker widerspiegeln.
Wie sehen Sie die Zukunft des ACS?
Ich sehe den ACS als Club für alle Menschen, welche von der Bedeutung der individuellen Mobilität überzeugt sind und wollen, dass ihre Interessen in diesem Bereich gewahrt werden – und dies mit Bestimmtheit und Konsequenz. Wenn sie zusätzlich noch Freude an einer gepflegten Mobilität haben und die automobile Leidenschaft leben möchten, dann ist der ACS für sie «the place to be»!
Wer ist David Kalensky privat und was macht er in seiner Freizeit?
An erster Stelle steht bei mir die Familie. Mit meiner Partnerin und den beiden Kindern unternehmen wir an Wochenenden gerne Ausflüge in meinem Rover 820 aus dem Jahr 1994 oder treffen uns mit Freunden. Sehr gerne bin ich auch mit meinem Töff oder einem meiner englischen Velos unterwegs. Soll es mal etwas entspannter sein, dann bin ich am Gärtnern. Wenn die Zeit reicht, widme ich mich meinem Hobby, welchem ich seit über 40 Jahren treu bin – meiner Sammlung von Autoprospekten und -literatur und von Modellautos. Die Prospektsammlung ist inzwischen zu einem richtigen Archiv angewachsen. Im Laufe der Jahre haben sich dadurch immer wieder interessante Begegnungen rund um den Globus und einige bleibende Freundschaften ergeben.