Seat hat seine beiden Kleinsten aufgepeppt. Beim Ibiza und seinem SUV-Pendant Arona wirkt sich das außen dezent, innen etwas stärker und technisch überhaupt nicht aus.

Schon seit 2017 baut Seat die aktuelle Generation des Ibiza, im selben Jahr war auch der auf ihm basierende Arona lanciert worden. 2021 erhielten beide Modelle eine Auffrischung, wobei es aussen noch weniger Veränderungen gab als im ebenfalls zurückhaltend überarbeiteten Interieur. Die Antriebe wurden gar nicht angefasst, sondern erst später optimiert. Beim zweiten Facelifting der beiden Modellreihen, die ab sofort bestellbar sind und im Januar 2026 zu den Händlern rollen, geht Seat wieder vor: ein bisschen Straffung aussen, einige Anpassungen innen und fürs Erste noch überhaupt keine unter der Motorhaube.
Somit haben die Kundinnen und Kunden bei Ibiza und Arona weiter die Wahl zwischen zwei Benzinmotoren: einem 1,0-Liter-Dreizylinderturbo mit 85 kW (115 PS) sowie einem 1,5-Liter-Vierzylinderturbo mit 110 kW (150 PS). Das stärkere Aggregat ist immer an ein automatisches 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt, das im Arona jetzt Standard ist. Im Ibiza-Dreizylinder müssen sechs Gänge manuell sortiert werden, wenn die günstigste Version gewählt wird. Beim Arona fällt diese Handschalt-Einstiegsvariante mit dem Facelift weg. Stromsupport bekommen Ibiza und Arona erst 2027, wenn Seat für sie Mildhybride nachschiebt.
Am auffälligsten bei der aufgefrischten Optik ist noch das neue Tagfahrlicht. Es erstrahlt jetzt als extrem spitzwinkliges Dreieck im oberen Bereich der optimierten Voll-LED-Scheinwerfer, die etwas kantiger geformt sind als bisher. Zusammen mit dem neu geformten Kühlergrill und dem grösseren Lufteinlass unterhalb der ebenfalls neu gestalteten Stossstange wirken beide Modelle von vorne zwar erwachsener, aber nur unwesentlich moderner.
Ein Alter von acht Jahren lässt sich in der Autowelt eben sehr schwer kaschieren. Das gelingt am Heck noch weniger, wo sich die Änderungen auf neue Stossstangen, breitere Zierleisten und Modellbezeichnungen in dunklem Aluminium beschränken.

Obwohl es optisch nicht sofort auffällt, hat sich im Interieur etwas mehr getan. Neue geprägte Textilien für die Sitze, Textileinlagen an den vorderen Türen und ein teilweise unterschäumtes Armaturenbrett steigern die Wertigkeit spürbar. Das gilt aber primär für die erste Sitzreihe, denn im Fond dominiert immer noch Hartplastik.
Weiter gibt es ein 300-Watt-Sound-System mit sechs Lautsprechern plus Subwoofer, eine 15-Watt-Handyladeschale mit Kühltechnologie und kabelloser Konnektivität mit Android Auto oder Apple CarPlay. Ein grosser Infotainment-Bildschirm hingegen scheint nicht gewünscht, zumindest bieten Ibiza und Arona mit maximal 9,2 Zoll gleich viel (oder eben wenig) wie bisher. Ebenfalls identisch geblieben ist das Platzangebot, das für dieses Segment sicher als gut bezeichnet werden kann. Beim 4,16 Meter langen Arona, der mit 400 Litern gegenüber 355 Litern auch einen leicht grösseren Kofferraum hat, fällt es noch etwas grosszügiger aus als beim rund 15 Zentimeter kürzeren Ibiza.
Den Ibiza gibt es ab CHF 25'950.–, der Arona kostet ab CHF 32'250.–. In Sachen Preisleistungsverhältnis am interessantesten sind die von Beginn weg erhältlichen MOVE FR! Sondermodelle ab CHF 28'250.– (Ibiza) respektive CHF 34'150.– (Arona). Bei ihnen sind allerlei Optionen und Pakete inklusive.
Text Simon Tottoli / Bilder Werk