Karen Gaillard

Dank meinem Vater, der mit 17 Jahren angefangen hat, Karting zu fahren, bin ich seit meiner Kindheit mit der Welt des Automobilsports vertraut. Ganz im Gegensatz zu den Mädchen meines Alters, die mit Puppen spielten, verbrachte ich die meiste Zeit mit meinen kleinen ferngesteuerten Autos. Jeden Sonntag schaute ich auf den Knien meines Vaters die Formel 1 – Rennen am Fernsehen. Ich liebte es, ihm zu folgen und ihn in seiner Garage auszuspionieren, um zu sehen, was er tat. Seine zahlreichen Pokale waren dort aufgestellt und weckten sofort meine Neugier. Zudem hatte ich die Gelegenheit, meinen Vater bei seinen Rennen zuzusehen. Ich wollte es ihm unbedingt nachmachen! Dann habe ich bis zum 15. Lebensjahr geduldig gewartet, um an meinem ersten Rennen teilzunehmen. Daraufhin fuhr ich jeden Dienstag nach Payerne, um auf einem gemieteten Kart meine Runden zu drehen. Meine Freude am Fahren nahm mit jeder Session zu – und die Rundenzeiten wurden immer besser!

2017 hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, einen Rennkart zu fahren - einen X30, um genau zu sein. An diesem Tag (ich erinnere mich gut daran) fragte ich mich: „was mache ich eigentlich hier?“. Kaum hatte ich die Ziellinie überfahren, hatte ich jedoch nur noch etwas im Kopf: eine Teilnahme am nächsten Rennen! Die Leidenschaft hat mich gepackt und mich seither nie mehr losgelassen. Die Geschwindigkeit, das Adrenalin und dieser ständige Druck, ausgelöst durch das Gefühl, dass bis zur Ziellinie alles passieren kann, sind einige der vielen Gründe, warum ich diesen Sport so toll finde. Ich liebe das ganz spezielle Ambiente in den Paddocks wie auch die Beziehung zwischen dem Fahrer und dem Mechaniker sehr.

Einen Cupra TCR zu fahren stellt zweifellos einen der bedeutendsten Momente meiner noch jungen Karriere dar. Ich schwebte buchstäblich in den Wolken! Als ich den Motor startete, war ich sofort vom ohrenbetäubenden Lärm beeindruckt. Ich hörte sogar den Coach, der an meiner Seite sass, nicht mehr. Die Beschleunigung war sensationell, genauso wie die Bremsung. Was für ein Nervenkitzel!

Ich bin mehr denn je bereit, hart zu arbeiten, um alle Gelegenheiten wahrzunehmen, aus dieser Leidenschaft meinen Beruf zu machen. Als Frau in diesem typisch männlichen Umfeld gibt es für mich eine erfreuliche Herausforderung – der ich mich selbstverständlich gewachsen fühle! 

Karen
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