Händlerschilder

Einzigartig in der Schweiz: der ACS leistet auch Pannenhilfe an Autos, die mit Händlerschildern (U-Schildern) ausgerüstet sind!

Derzeit beschränkt sich diese Pannenhilfe auf die Schweiz, und zwar aus folgenden Gründen

  • Gemäss gewissen Auslegungen erfüllt der Schweizer Kollektiv-Fahrzeugausweis die Kriterien des internationalen Rechts (gemäss Art. 35 des Wiener Übereinkommens über den Strassenverkehr) nicht in allen Punkten. Es gibt keine Garantie dafür, dass dieses Dokument im Ausland anerkannt wird. Daher erfolgen Fahrten ins Ausland mit Händlerschildern und einem Kollektiv-Fahrzeugausweis auf eigenes Risiko.
  • Laut unserer Interpretation des Wiener Übereinkommens über den Strassenverkehr sind die Anforderungen erfüllt, wenn zusätzlich zum Kollektiv-Fahrzeugausweis ein Dokument mitgeführt wird, welches das Fahrzeug eindeutig identifiziert. Wir sprechen hier von einem annullierten Fahrzeugausweis oder dem Formular 13.20A.

Von Reisen nach Italien wird ausdrücklich abgeraten, denn die italienischen Behörden anerkennen die Händlerschilder nicht. Reisen in andere Länder stellen im Allgemeinen keine grösseren Probleme dar. Davon ausgenommen ist Deutschland, das seine Position in Bezug auf die U-Schilder unterdessen verschärft hat. In Zollzonen ist die Akzeptanz des Schweizer Kollektiv-Fahrzeugausweises hingegen an das Recht der betroffenen Behörden gebunden. Wir raten Ihnen daher, bei diesen Behörden ausführliche Auskünfte einzuholen.

Bitte beachten Sie, dass es auch nicht mehr erlaubt ist, ein im Ausland befindliches Fahrzeug (zum Beispiel anlässlich eines Autokaufs) mit Händlerschildern zurückzuführen.

Aktuellste Entwicklungen

Während italienische oder deutsche Staatsangehörige mit provisorischen Kontrollschildern in die Schweiz einreisen können, gilt dies im umgekehrten Fall nicht, wie oben erwähnt, für Schweizer Garagenbesitzer, die mit U-Schildern unterwegs sind.

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) führt derzeit mit den italienischen und deutschen Behörden Verhandlungen mit dem Ziel, spezifische bilaterale Abkommen konkretisieren zu können.

Inkrafttreten? Wahrscheinlich nicht vor 2021.

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